Was ist Google Sites?
Google Sites ist ein kostenloser, browserbasierter Website-Baukasten, der im Google Workspace-Ökosystem enthalten ist. Er ermöglicht es Einzelpersonen, Teams, Schulen und Organisationen, strukturierte, mehrseitige Websites zu erstellen – ganz ohne Programmierung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Webentwicklungstools funktioniert Google Sites vollständig innerhalb eines Google-Kontos: Es fallen keine Hostinggebühren an, es ist keine Domainkonfiguration für den Einstieg erforderlich und es muss keine Software installiert werden. Veröffentlichte Websites werden auf der Google-Infrastruktur unter einer Subdomain von sites.google.com gehostet oder können einer benutzerdefinierten Domain zugeordnet werden.
Es gibt technisch gesehen zwei Versionen von Google Sites. Die ursprüngliche Version, auch „Klassisches Google Sites“ genannt, wurde 2008 veröffentlicht und basierte auf der Übernahme von JotSpot. Google ersetzte sie ab 2016 durch ein komplett neu entwickeltes Produkt – das „Neue Google Sites“. Die klassische Version wurde 2021 offiziell eingestellt. Dieser Artikel behandelt ausschließlich die aktuelle, moderne Version von Google Sites.
Warum Google Sites wichtig ist
Google Sites besetzt eine spezifische und wirklich nützliche Nische im Bereich der Website-Erstellung. Es versucht nicht, mit Squarespace für Portfolio-Websites oder mit WordPress für inhaltsreiche Veröffentlichungen zu konkurrieren. Sein eigentlicher Wert liegt in einem engeren Anwendungsbereich, in dem Einfachheit, die Integration in Google Workspace und die Kostenfreiheit wichtiger sind als Designflexibilität oder erweiterte Funktionen.
- Kostenlos für Privatnutzer: Jeder Google-Kontoinhaber kann kostenlos eine Google Sites-Website erstellen und veröffentlichen. Es gibt keine Premium-Tarife, keine kostenpflichtigen Vorlagen und keine Bandbreitengebühren für die übliche Nutzung.
- Native Google Workspace-Integration: Google Sites kann Google Docs, Tabellen, Präsentationen, Formulare, Karten, Kalender, Drive-Ordner und YouTube-Videos direkt in Seiten einbetten. Die eingebetteten Inhalte bleiben live und werden automatisch aktualisiert, sobald sich die Quelldatei ändert – eine Funktion, die kein Website-Builder von Drittanbietern so nahtlos nachbilden kann.
- Verwaltet durch die Google-Infrastruktur: Die Websites werden vom globalen CDN von Google bereitgestellt, was bedeutet, dass sie schnell geladen werden und von der hohen Verfügbarkeitssicherheit von Google profitieren, ohne dass der Website-Inhaber eine Konfiguration vornehmen muss.
- Integrierte Zusammenarbeit: Mehrere Personen können eine Google-Website gleichzeitig bearbeiten, wobei dasselbe Freigabe- und Berechtigungsmodell wie in Google Drive verwendet wird. Dies macht es praktisch für Team-Intranets, Studienprojekte und Abteilungsseiten.
- Kein Wartungsaufwand: Es müssen keine Plugins aktualisiert, keine Sicherheitspatches eingespielt und keine Serverkonfigurationen verwaltet werden. Google kümmert sich um all das im Hintergrund.
Für Lehrer, die eine Lernplattform für den Unterricht erstellen, Personalabteilungen, die interne Richtlinien veröffentlichen, oder kleine gemeinnützige Organisationen, die ohne Budget eine grundlegende Online-Präsenz benötigen, ist Google Sites oft die praktischste Lösung. Der Kompromiss ist real – die Anpassungsmöglichkeiten sind begrenzt, E-Commerce wird nicht unterstützt und die SEO-Tools sind minimal –, aber für die Zielgruppe spielen diese Einschränkungen selten eine Rolle.
So funktioniert Google Sites: Die Kernarchitektur
Das Verständnis der technischen Funktionsweise von Google Sites hilft dabei, realistische Erwartungen darüber zu formulieren, was möglich ist und was nicht.
Die Editor-Oberfläche
Google Sites verwendet einen Drag-and-Drop-Editor mit WYSIWYG-Funktion (What You See Is What You Get), der vollständig über einen Webbrowser unter sites.google.com aufgerufen wird. Die Bearbeitungsfläche ist in ein rechtes Bedienfeld mit drei Registerkarten – Einfügen, Seiten und Designs – und eine zentrale Arbeitsfläche unterteilt, die die zu erstellende Seite darstellt.
Das Einfügen-Panel enthält die Bausteine, die Website-Erstellern zur Verfügung stehen:
- Textfeld – grundlegender Absatz- und Überschrifteninhalt
- Bilder – hochgeladen von einem Gerät, abgerufen von Google Drive oder über die Google-Bildersuche bezogen
- Einbetten – Roh-URL oder iFrame-Einbettungscode für externe Inhalte
- Drive-Elemente – Dokumente, Tabellen, Präsentationen, Formulare und Ordner, die live aus Google Drive eingebettet werden
- YouTube – Videoeinbettungen per URL oder Suche
- Kalender, Karten, Diagramme – direkte Einbettungen von Google-Produkten
- Ausklappbarer Text, Inhaltsverzeichnis, Schaltfläche, Trennlinie und Bilderkarussell – strukturelle Layoutelemente
Die Inhalte jeder Seite sind in Abschnitte unterteilt. Diese Abschnitte sind vertikal gestapelt und lassen sich per Drag & Drop neu anordnen. Innerhalb eines Abschnitts ermöglicht ein rasterbasiertes Layoutsystem das Anordnen mehrerer Inhaltsblöcke nebeneinander. Das Layoutraster ist im Vergleich zu Tools wie Webflow oder Wix relativ grob, aber für übersichtliche und gut lesbare Seiten völlig ausreichend.
Seiten und Navigation
Eine Google-Website ist in Seiten unterteilt, die über den Tab „Seiten“ verwaltet werden. Seiten können verschachtelt werden, um eine einfache Hierarchie zu erstellen – eine übergeordnete Seite mit untergeordneten Seiten. Die Website generiert automatisch eine Navigationsleiste basierend auf dieser Seitenstruktur. Website-Ersteller können jedoch festlegen, welche Seiten in der Navigation angezeigt werden und in welcher Reihenfolge. Es gibt kein integriertes Mega-Menü oder eine Fußzeilennavigation; die Navigation besteht aus einer einzelnen horizontalen Leiste am oberen Rand jeder Seite.
Themen und visuelles Design
Der Tab „Designs“ bietet eine kleine Auswahl vordefinierter visueller Designs, die jeweils Schriftarten, Farbpalette und Header-Stil steuern. Innerhalb eines gewählten Designs können Nutzer die Primär- und Sekundärfarben anpassen und aus einer begrenzten Auswahl an Schriftarten wählen. Es besteht kein Zugriff auf reines CSS, das Hochladen eigener Schriftarten oder die Möglichkeit, HTML direkt zu bearbeiten. Diese Einschränkung ist bewusst gewählt – Google Sites verzichtet auf Gestaltungsfreiheit zugunsten von Einfachheit und Konsistenz.
Veröffentlichung und Hosting
Sobald eine Website fertig ist, wird sie durch Klicken auf die Schaltfläche „Veröffentlichen“ live geschaltet. Google Sites bietet zwei Veröffentlichungsoptionen:
- Google-Subdomain: Die Website wird unter einer URL im Format sites.google.com/view/Ihr-Website-Name veröffentlicht. Dies ist sofort, kostenlos und erfordert keine Konfiguration.
- Benutzerdefinierte Domain: Website-Betreiber können ihre eigene Domain mit ihrer Google-Website verknüpfen, indem sie über ihren Domain-Registrar einen CNAME-Eintrag hinzufügen. Google stellt den entsprechenden CNAME-Wert bereit. Die Domain selbst muss separat erworben und verlängert werden – Google Sites verkauft oder verwaltet keine Domains.
Alle veröffentlichten Google-Websites werden automatisch über HTTPS ausgeliefert. Es gibt keine Option, eine Google-Website über unverschlüsseltes HTTP auszuliefern, was aus Sicherheitsgründen eine sinnvolle Standardeinstellung ist.
Zugangskontrolle und Transparenz
Google Sites unterstützt drei Sichtbarkeitseinstellungen für veröffentlichte Websites:
| Sichtbarkeitseinstellung | Wer kann es sehen | Typischer Anwendungsfall |
|---|---|---|
| Öffentlich (jeder im Internet) | Für alle Internetnutzer, keine Anmeldung erforderlich | Öffentlich zugängliche Websites, Seiten gemeinnütziger Organisationen, Unterrichtsmaterialien |
| Hat jemand den Link? | Jeder, der die URL hat, benötigt keine Anmeldung. | Gemeinsame Projektseiten, Veranstaltungsseiten mit begrenzter Reichweite |
| Bestimmte Personen oder Gruppen | Nur Google-Konten, denen der Zugriff explizit gewährt wurde. | Interne Teamportale, Schulintranets, private Dokumentation |
Für Organisationen, die Google Workspace for Education oder Google Workspace for Business nutzen, gibt es eine zusätzliche Option, die die Anzeige auf Mitglieder der Organisationsdomäne beschränkt – eine wichtige Funktion für interne Wissensdatenbanken und HR-Portale, die niemals öffentlich zugänglich sein sollten.
So funktionieren Bearbeitungsberechtigungen
Google Sites verwendet dasselbe Berechtigungsmodell wie Google Drive. Der Website-Inhaber kann anderen Google-Kontoinhabern Bearbeitungsrechte auf drei Ebenen gewähren: Betrachter, Bearbeiter und Inhaber. Bearbeiter können Inhalte bearbeiten und Änderungen veröffentlichen. Inhaber können die Freigabeeinstellungen ändern und die Website löschen. Dieses Modell vereinfacht die gemeinsame Erstellung von Websites für Teams, die bereits mit Google Workspace arbeiten, da der Workflow dem Teilen eines Google Docs entspricht.
Das Verhältnis zwischen Entwurfs- und veröffentlichten Zuständen
Google Sites trennt klar zwischen der Entwurfsversion (unveröffentlicht) und der veröffentlichten Live-Version einer Website. Änderungen im Editor werden erst dann auf der Live-Website angezeigt, wenn der Website-Betreiber explizit auf „Veröffentlichen“ klickt. So kann ein Team umfangreiche Änderungen vornehmen – Seiten umstrukturieren, Inhalte aktualisieren, neue Abschnitte hinzufügen –, ohne dass diese Änderungen für die Website-Besucher sichtbar sind. Diese einfache, aber wichtige Workflow-Funktion verhindert die versehentliche Veröffentlichung unvollständiger Arbeit.
Es gibt jedoch keine integrierte Versionshistorie für veröffentlichte Versionen, wie sie beispielsweise WordPress oder andere CMS-Plattformen mit ihrer Rollback-Funktion bieten. Der Editor speichert zwar innerhalb einer Sitzung einen Verlauf der Rückgängigmachungen, aber es gibt keine Möglichkeit, eine veröffentlichte Website nachträglich auf einen früheren Veröffentlichungszustand zurückzusetzen. Dies stellt eine erhebliche Einschränkung für Websites dar, bei denen die Genauigkeit der Inhalte von entscheidender Bedeutung ist.
Mobile-Responsivität
Alle Google Sites sind standardmäßig responsiv. Das Layout passt sich automatisch an kleinere Bildschirme an, ohne dass der Website-Ersteller zusätzliche Einstellungen vornehmen muss. Mithilfe der Vorschaufunktion im Editor können Ersteller überprüfen, wie eine Website auf Desktop-Computern, Tablets und Mobilgeräten aussehen wird. Das responsive Verhalten wird vollständig von Googles Rendering-Engine gesteuert – Website-Ersteller können keine benutzerdefinierten Media Queries schreiben oder das responsive Layout manuell überschreiben. Dies spiegelt die Philosophie der Plattform wider, die Einfachheit vor Kontrolle stellt.
So erstellen Sie eine Google-Website: Vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung
Um eine Google-Website zu erstellen, gehen Sie zu sites.google.com, klicken Sie auf die Schaltfläche „+“ , um eine neue Website zu erstellen, wählen Sie eine Vorlage aus oder beginnen Sie mit einer leeren Website, fügen Sie Seiten und Inhalte mithilfe des Drag-and-Drop-Editors hinzu, konfigurieren Sie die Navigations- und Freigabeeinstellungen und veröffentlichen Sie die Website anschließend. Der gesamte Vorgang dauert für eine einfache Website weniger als eine Stunde.
Schritt 1: Google Sites aufrufen und Startpunkt auswählen
Rufen Sie sites.google.com auf und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an. Wenn Sie Google Workspace über Ihren Arbeitgeber oder Ihre Schule nutzen, melden Sie sich stattdessen mit diesem Konto an – dadurch erhalten Sie zusätzliche Freigabeoptionen und Speicherplatz, der mit Ihrer Organisation verknüpft ist.
Es werden Ihnen zwei Startoptionen angezeigt:
- Leere Website: Volle kreative Kontrolle von Grund auf. Ideal, wenn Sie eine klare Designvision oder spezifische Layoutvorgaben haben.
- Vorlagengalerie: Vorgefertigte Layouts für Portfolios, Projektseiten, Team-Intranets, Veranstaltungsseiten und Kursseiten. Die Vorlagen sparen viel Zeit und sind einfach anzupassen.
Klicken Sie auf das große Plus- Symbol unter „Neue Website erstellen“, um eine leere Arbeitsfläche zu öffnen, oder scrollen Sie durch die Vorlagengalerie und klicken Sie auf eine beliebige Vorlage, um sie im Editor zu öffnen. Sie können die Vorlage später wechseln, dadurch wird jedoch Ihr aktuelles Layout überschrieben. Wählen Sie daher sorgfältig aus.
Schritt 2: Benennen Sie Ihre Website und legen Sie den Seitentitel fest
Klicken Sie oben links auf „Website-Namen eingeben“ und geben Sie den Namen Ihrer Website ein. Dieser Name wird im Browsertab und in den Google-Suchergebnissen angezeigt, sofern Ihre Website öffentlich ist. Wählen Sie daher einen aussagekräftigen und präzisen Namen. Klicken Sie separat auf die große Überschrift im Seitenbereich, um den sichtbaren Titel Ihrer Startseite festzulegen – dieser ist unabhängig vom Website-Namen.
Die Namensgebung ist entscheidend für die Auffindbarkeit. Bei einer öffentlich zugänglichen Website sollte der Name ein relevantes Schlüsselwort enthalten. Für interne Team-Websites empfiehlt sich ein Name, den das Team bei der Suche in Google Drive sofort erkennt.
Schritt 3: Erstellen Sie Ihre Seitenstruktur und Navigation
Klicken Sie im rechten Bereich auf den Tab „Seiten“ (das Symbol mit den gestapelten Seiten). Google Sites erstellt automatisch eine Startseite. Weitere Seiten können Sie hinzufügen, indem Sie unten im Seitenbereich auf die Schaltfläche „+“ klicken.
Planen Sie Ihre Navigation, bevor Sie Inhalte hinzufügen. Eine gut strukturierte Website folgt typischerweise einem dieser Muster:
- Flache Seitenstruktur: Alle Seiten befinden sich auf derselben Ebene. Eignet sich gut für Websites mit fünf oder weniger Seiten (Portfolio, Veranstaltungswebsite, persönlicher Lebenslauf).
- Hierarchische Struktur: Übergeordnete Seiten mit darunterliegenden Unterseiten. Ideal für Team-Intranets, Projektplattformen oder Dokumentationsseiten mit vielen Abschnitten.
- Einseitige Struktur: Eine lange, scrollbare Seite mit Ankerlinks. Effizient für einfache Landingpages oder Veranstaltungsankündigungen.
Um eine Unterseite zu erstellen, ziehen Sie eine Seite im Seitenbereich unter eine übergeordnete Seite, bis sie eingerückt wird. Google Sites fügt sie automatisch dem Navigationsmenü hinzu. Sie können auch mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Seite im Seitenbereich klicken, um sie zu duplizieren, in der Navigation auszublenden oder als Startseite festzulegen.
Schritt 4: Inhaltsblöcke hinzufügen und anordnen
Google Sites verwendet ein abschnittsbasiertes Layout. Jede Seite besteht aus übereinander angeordneten Abschnitten, und innerhalb jedes Abschnitts platzieren Sie Inhaltsblöcke. Klicken Sie irgendwo auf die Arbeitsfläche, um das Einfügen- Panel auf der rechten Seite zu öffnen, das Folgendes enthält:
- Textfeld: Überschriften, Fließtext und formatierte Absätze
- Bilder: Laden Sie Bilder von Ihrem Computer hoch, suchen Sie in der Google-Bildersuche oder verwenden Sie Google Drive oder Fotos.
- Einbetten: Fügen Sie eine beliebige URL oder einen Einbettungscode ein, um externe Inhalte inline anzuzeigen.
- Drive: Fügen Sie Google Docs, Tabellen, Präsentationen, Formulare oder Karten direkt aus Ihrem Drive ein.
- YouTube: Videos suchen und einbetten, ohne den Editor zu verlassen
- Kalender: Google Kalender für Veranstaltungsseiten oder Teampläne einbetten
- Karte: Fügen Sie eine Google-Karte mit einem bestimmten Standort hinzu.
- Inhaltsverzeichnis: Automatisch aus den Überschriften der Seite generiert, nützlich für lange Dokumentationsseiten
- Schaltfläche: Handlungsaufforderungslinks im Schaltflächen-Design
- Trennlinie: Visuelle Trennung zwischen Abschnitten
- Ausklappbarer Text: FAQ-Abschnitte im Akkordeon-Stil
- Bilderkarussell: Rotierende Galerie mit mehreren Bildern
Um einen neuen Abschnitt hinzuzufügen, bewegen Sie den Mauszeiger zwischen zwei bestehende Abschnitte und klicken Sie auf das erscheinende Pluszeichen (+) . Anschließend können Sie ein Layout für diesen Abschnitt auswählen: volle Breite, zweispaltig, dreispaltig oder ein Beitragsbild mit Textüberlagerung. Sie können die Abschnitte per Drag & Drop nach oben oder unten verschieben, um die Reihenfolge zu ändern.
Schritt 5: Visuelles Design anpassen
Klicken Sie im rechten Bereich auf den Tab „Designs“ (das Farbpaletten-Symbol). Google Sites bietet eine Reihe integrierter Designs mit jeweils eigener Schriftart und Farbpalette. Wählen Sie ein Design aus, um es sofort auf allen Seiten in der Vorschau anzuzeigen.
Innerhalb jedes Themas können Sie Folgendes anpassen:
- Farbe: Wählen Sie aus voreingestellten Akzentfarben oder geben Sie einen benutzerdefinierten Hex-Code ein, der zu Ihrer Marke passt.
- Schriftart: Wählen Sie aus einer kuratierten Liste von Schriftartkombinationen (Google Sites unterstützt keine beliebigen Schriftart-Uploads).
- Header-Typ: Banner (großes Bild als Header), nur Titel oder Cover (Vollbild mit Textüberlagerung)
Um ein benutzerdefiniertes Headerbild hinzuzufügen, klicken Sie auf den Headerbereich einer beliebigen Seite und wählen Sie „Bild ändern“. Verwenden Sie ein hochauflösendes Bild mit einer Breite von mindestens 1600 Pixeln, um Pixelbildung auf großen Bildschirmen zu vermeiden. Sie können auch ein Website-Logo festlegen, indem Sie auf den Bereich mit dem Websitenamen klicken und eine Bilddatei hochladen.
Schritt 6: Freigabe und Berechtigungen vor der Veröffentlichung konfigurieren
Bevor Sie Ihre Website veröffentlichen, legen Sie fest, wer sie ansehen und bearbeiten darf. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche „Teilen “ (Personensymbol mit einem Pluszeichen) in der oberen rechten Symbolleiste. Es gibt zwei separate Berechtigungsstufen:
| Berechtigungstyp | Was es steuert | Optionen |
|---|---|---|
| Editorzugriff | Wer kann die Website im Website-Builder bearbeiten? | Bestimmte Personen, alle mit Link (Bearbeiten), Ihre Organisation |
| Zuschauerzugriff (veröffentlichte Website) | Wer kann die live veröffentlichte Website sehen? | Jeder im Internet, jeder eingeloggte Nutzer, bestimmte Personen, nur Ihre Organisation |
Bei internen Team-Websites beschränken Sie den Zugriff auf Ihre Organisation. Bei öffentlichen Websites stellen Sie den Zugriff auf „Jeder im Internet“ ein. Diese beiden Einstellungen sind unabhängig – Ihre Bearbeiterliste hat keinen Einfluss darauf, wer die veröffentlichte Website sehen kann.
Schritt 7: Eine benutzerdefinierte Webadresse festlegen
Standardmäßig erhält Ihre veröffentlichte Website eine URL im Format sites.google.com/view/Ihr-Website-Name . Sie können den Pfad (den Teil nach /view/) anpassen, indem Sie vor der ersten Veröffentlichung auf die Schaltfläche „Veröffentlichen “ klicken und das Feld „Webadresse“ bearbeiten.
Wenn Sie eine eigene Domain besitzen (z. B. IhreFirma.de), können Sie diese mit Ihrer Google-Website verknüpfen. Klicken Sie im Menü „Veröffentlichen“ auf „Benutzerdefinierte Domain“ und folgen Sie den Schritten zur DNS-Verifizierung. Sie müssen bei Ihrem Domain-Registrar einen CNAME-Eintrag hinzufügen, der auf ghs.googlehosted.com verweist. Die Aktualisierung dieses Eintrags kann je nach Registrar zwischen wenigen Minuten und 48 Stunden dauern.
Schritt 8: Veröffentlichen und testen Sie Ihre Website
Klicken Sie oben rechts auf die blaue Schaltfläche „Veröffentlichen“ . Google Sites fordert Sie auf, die Webadresse und die Berechtigungen für die Besucher zu bestätigen. Nach der Veröffentlichung rufen Sie die Live-URL in einem neuen Browsertab auf – nicht in der Editor-Vorschau –, um genau zu sehen, was Besucher sehen werden.
Testen Sie systematisch, bevor Sie den Link teilen:
- Überprüfen Sie jeden Navigationslink und vergewissern Sie sich, dass er zur richtigen Seite führt.
- Sehen Sie sich die Website auf einem Mobilgerät an oder verwenden Sie den responsiven Designmodus Ihres Browsers, um das mobile Layout zu überprüfen.
- Klicken Sie auf alle Schaltflächen und eingebetteten Links, um zu überprüfen, ob sie sich korrekt öffnen lassen.
- Testen Sie eingebettete Google-Formulare, indem Sie eine Testantwort senden.
- Stellen Sie sicher, dass eingebettete Drive-Dateien mit der entsprechenden Zielgruppe geteilt werden (ein in eine öffentliche Website eingebettetes Dokument benötigt weiterhin eine eigene Freigabeeinstellung auf „Jeder mit dem Link“).
Nach der Veröffentlichung zeigt der Editor bei jeder Bearbeitung die Meldung „Veröffentlichte Änderungen“ an. Die Änderungen werden erst nach einem erneuten Klick auf „Veröffentlichen“ live geschaltet. So haben Sie eine sichere Arbeitsumgebung.
Praktische Taktiken zur Verbesserung der Google Sites-Ergebnisse
Die folgenden Taktiken führen bei Google Sites-Nutzern in verschiedenen Anwendungsfällen durchweg zu besseren Ergebnissen.
Nutzen Sie Google Drive als Ihren Content-Hub
Anstatt statische Dateien auf Ihre Website hochzuladen, betten Sie Live-Dokumente aus Google Docs, Tabellen und Präsentationen direkt aus Drive ein. Wenn Sie das Quelldokument aktualisieren, wird die eingebettete Version auf Ihrer Website automatisch aktualisiert – eine erneute Veröffentlichung ist nicht erforderlich. Dies ist besonders vorteilhaft für Team-Intranets, in denen sich Richtlinien, Preislisten oder Projektübersichten häufig ändern.
Google Forms für die Interaktion einbetten
Google Sites bietet kein integriertes Kontaktformular, Registrierungssystem oder Umfragetool. Schließen Sie diese Lücke, indem Sie ein Google-Formular erstellen und es auf einer separaten Seite einbetten. Die Antworten werden direkt in ein Google Sheet übertragen, wodurch Sie kostenlos ein einfaches CRM- oder Datenerfassungssystem erhalten.
Abschnittshintergründe strategisch nutzen
Jeder Abschnitt kann eine eigene Hintergrundfarbe oder ein eigenes Hintergrundbild haben. Der Wechsel zwischen einem weißen und einem hellgrauen oder markenfarbenen Hintergrund erzeugt einen visuellen Rhythmus, der die Leser ohne benutzerdefiniertes CSS durch die Seite führt. Klicken Sie auf einen beliebigen Abschnitt und anschließend auf das Symbol für die Abschnittseinstellungen (Stift oder Zahnrad), um die Hintergrundoptionen aufzurufen.
Ankerlinks für lange Seiten
Bei langen, einseitigen Websites fügen Sie oben ein Inhaltsverzeichnis ein. Google Sites generiert automatisch Ankerlinks aus Ihren Überschriften, sodass Besucher direkt zu bestimmten Abschnitten springen können. Sie können Ankerlinks auch manuell erstellen, indem Sie die Anker-URL aus dem Inhaltsverzeichnis kopieren und sie an anderer Stelle auf der Website in einem Button oder Textlink verwenden.
Bilder vor dem Hochladen optimieren
Google Sites komprimiert Bilder nicht automatisch. Laden Sie zu große Bilder hoch, lädt Ihre Website langsam, insbesondere bei mobilen Verbindungen. Passen Sie die Bilder auf die maximale Anzeigebreite an (typischerweise 1600 Pixel für Banner in voller Breite, 800 Pixel für Bilder in Spalten) und komprimieren Sie sie vor dem Hochladen mit einem Tool wie Squoosh oder TinyPNG. Dieser einzelne Schritt hat den größten Einfluss auf die Website-Performance.